15.01.2015
Staatssekretärin Sonja Steßl: "IKT-Sicherheit als gemeinsame Aufgabe von Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft"

Präsentation des Berichts "Internet-Sicherheit 2014" im Bundeskanzleramt

"Das Internet ist längst zu einer zentralen und kritischen Infrastruktur für die Gesellschaft, die Wirtschaft und für die Behörden geworden", sagte Kanzleramts-Staatssekretärin Sonja Steßl zum im Bundeskanzleramt präsentierten Internet-Sicherheitsbericht 2014. "Cyber-Sicherheit ist ein Gut für alle. Deshalb ist es wichtig, dass die öffentliche Hand gemeinsam mit den Anbietern der digitalen Dienste und der IKT-Branche eine wesentliche Verantwortung und Rolle einnimmt. So sehr der digitale Fortschritt zu begrüßen ist, öffnet eine zunehmende Vernetzung aber auch neue Tore für Angreifer aus dem Netz", ist sich die Staatssekretärin über die Gefahren und die daraus resultierenden Aufgabenstellungen bewusst.

"Der jüngste Jahresbericht zeigt, dass die Angriffe zahlreicher und in ihrer Struktur komplexer geworden sind. Deshalb arbeiten viele Behörden miteinander, die sich mit dem Thema – vernetzt mit der Wirtschaft und der Wissensgesellschaft – auseinandersetzen. Das BKA hat die CERT-Initiative 2008 ins Leben gerufen und damit einen Impuls zur Selbstorganisation der Privatwirtschaft im Cyber Security-Kontext gesetzt", so Steßl. "Der weltweite Schaden durch Cyber-Angriffe geht in die Milliarden Euro. Im Jahr 2015 könnten diese Angriffe zu einem Massenphänomen werden. Sie sind vermehrt wirtschaftlich motiviert. Gehackt wird also dort, wo es sich finanziell auszahlt. Wirtschaftsspionage nimmt ebenfalls zu. Dieser Umstand wird von vielen Unternehmen noch unterschätzt. Bei Studien zeigt sich ein Aufholbedarf bei der Sicherheitsprävention: Lediglich 6,1 Prozent der Unternehmen werden als sehr sicher eingestuft, im Gegensatz dazu gibt es 9,3 Prozent, die als wenig sicher gelten. Hier gilt es Prävention zu leisten, Sicherheitsvorkehrungen zu schaffen und das Bewusstsein in der gesamten Community und der Wirtschaft zu stärken", verwies die Staatssekretärin darauf, dass ein Schwerpunkt der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen den Smartphones gilt, da immer mehr sensible Daten auf diesem Weg ins Netz gespeist werden.

Nicht nur aktuell, sondern bereits seit Jahren leiste Österreich wichtige Beiträge zur Erhöhung der Sicherheit und der Sensibilisierung auf mögliche Gefahren hin: "Cyber Security-Übungen tragen dazu bei, für allfällige Angriffe gewappnet zu sein. So war man etwa im vergangenen Herbst in diesem Bereich in Zusammenarbeit mit der E-Wirtschaft erfolgreich." Dennoch müsse man in Zukunft eine erhöhte Sicherheit gewährleisten: "Die Bundesregierung übernimmt gemeinsam mit den Expertinnen und Experten von GovCERT und CERT.at die Verantwortung zur bestmöglichen Verhinderung von Sicherheitsvorfällen im IKT-Bereich. Diese Thematik ist eine zentrale Aufgabe von den Behörden, von der Wirtschaft und von der Gesellschaft. Dann können wir weiterhin die richtigen Maßnahmen setzen, um sicher im Internet unterwegs sein und so die Vorteile der internationalen Vernetzung nutzen. Der Sicherheitsbericht ist ein wesentlicher Beitrag dazu", so Staatssekretärin Steßl abschließend.

Fotos sind auf der Fotoservice-Seite des Bundespressedienstes online verfügbar.

Rückfragehinweis:
Büro Staatssekretärin Mag. Sonja Steßl
Tel.: +43 1 531 15-204052
Mobil: +43 664 829 14 31
michaela.glauninger@bka.gv.at