05.12.2014
Staatssekretärin Sonja Steßl: "Bürgerinnen und Bürger stehen im Mittelpunkt von E-Government"

Klausurtagung von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden im Bundeskanzleramt - E-Government-Schwerpunktsetzung 2015

Heute, Donnerstag, fand im Bundeskanzleramt die jährliche E-Government-Klausur der Stakeholder der öffentlichen Verwaltung statt. Dabei wurden die Ergebnisse und Umsetzungen des laufenden Jahres bilanziert. Ebenso wurden auf Basis der Prioritäten der Stakeholder aller Gebietskörperschaften, der Bundesregierung und der Aufgabenreform- und Deregulierungskommission die Schwerpunkte für 2015 festgelegt.

"Dabei ist mir ganz besonders wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger im Mittelpunkt der E-Government-Services stehen. Die digitale Welt kennt keine Behördengrenzen, die Bürgerinnen und Bürger wollen und sollen sich nicht darum kümmern müssen, welche Behörde zuständig ist", erläutert Staatssekretärin Steßl, die die Diskussion bei der Schwerpunktsetzung mit den Kooperationspartnern von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden führte. "Weiters müssen wir die E-Zustellung noch breiter zur Anwendung bringen. Dazu wurden in der die Gebietskörperschaften übergreifende Arbeitsgruppe "Hermes" gute Vorschläge gemacht. Wie in der realen Welt brauchen wir auch in der digitalen Welt einen einzigen elektronischen Postkasten für Behörden und Wirtschaft. Dies leisten die zugelassenen Zustelldienste", betont die Staatssekretärin.

Die Schwerpunkte 2015 wurden in 4 Handlungsfelder gegliedert: Digitale Gesellschaft, Digitale Wirtschaft, Digitale Zukunft und Digitale Verwaltung. In den einzelnen Handlungsfeldern wurde auf einzelne Schwerpunktthemen fokussiert, so etwa bürgerzentriertes E-Government, One-Stop- und No-Stop-Services, E-Procurement, E-Zustellung, Open Government Data und Registeranwendungen.

"Die Plattform Digitales Österreich ist ein gutes Instrument, gemeinsame Lösungen umzusetzen und die Kooperation auch wirklich zu leben. Gerade in budgetär angespannten Zeiten ist es umso wichtiger, gemeinsame Projekte aufzusetzen und Synergien breit zu lukrieren", betonte Staatssekretärin Steßl. "Die Zusammenarbeit über Behördengrenzen hinweg ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für E-Government."

Auch in diesem Jahr wurden eine Reihe von Standardisierungen verabschiedet (www.ref.gv.at), sowie wichtige Projekte im E-Government umgesetzt. Die Verbreitungsinitiative zur Handy-Signatur hat dazu geführt, dass nicht nur rund 450.000 Nutzer und Nutzerinnen der Handy-Signatur täglich bis zu 10.000 Signaturen auslösen, sondern nun auch die Wirtschaft die Vorteile der elektronischen Identität im Netz erkennt und davon profitiert. So konnten mehrere private Anbieter von Services für die Einbindung der Handy-Signatur in ihre Anwendungen gewonnen werden. Staatssekretärin Steßl dazu: "Mit der Handy-Signatur konnten wir im laufenden Jahr große Fortschritte machen, erfreulicherweise erkennt auch die Wirtschaft, dass eine gesicherte elektronische Identität im Netz für ihre Services sowohl nützlich als auch notwendig ist. Mit den gesetzlichen Rahmenbedingungen für das elektronische Identitätsmanagement im E-Government-Gesetz und der Umsetzung der Handy-Signatur sowie der kartenbasierten Variante des Bürgerkartenkonzepts sind wir Vorreiter in Europa und haben auch die besten Voraussetzungen für die nachhaltige und grenzüberschreitende Verwendbarkeit."

Weiters wurde in Zusammenarbeit zwischen Ländern und BMI das zentrale Personenstandsregister in Betrieb genommen, ein wesentliches Register für den Ausbau von E-Government Services. Das Konzept für den Verwaltungsarbeitsplatz der Zukunft wurde entwickelt, die Arbeiten an der Optimierung der Registerlandschaft wurden intensiviert und die Einführung der GLN (global location number) konnte umgesetzt werden. Somit werden kontinuierlich Bausteine für serviceorientierte und bürgerzentrierte E-Government-Anwendungen konzipiert und umgesetzt.

Bilder von der Klausur sind über das Fotoservice des Bundespressedienstes kostenfrei abrufbar.

Rückfragehinweis:
Büro Staatssekretärin Mag. Sonja Steßl
Tel.: +43 1 531 15-204052
michaela.glauninger@bka.gv.at