Internetdienste der Verwaltung im EU-Vergleich

Gesamtergebnis des neuen E-Government-Benchmark

Am 28. Mai 2014 wurden in Brüssel die Ergebnisse der 11. Vergleichsstudie zu Internetdiensten der Verwaltung präsentiert. 2013 untersuchten 2 Mystery Shopper pro Mitgliedstaat 4 Lebenslagen und 5 zentrale Schüsseltechnologien. Zusammen mit den Ergebnissen aus 2012 liegt nun das erste Gesamtergebnis vor: Österreich erhielt dabei Bestnoten für die Verfügbarkeit von Schlüsseltechnologien wie der Handy-Signatur als Ausweis sicherer elektronischer Identität; weiters wurden öffentliche Register, der elektronische Datensafe sowie die Möglichkeit, Services über zentrale Portale (Single-Sign-On) zu nutzen, entsprechend hervorgehoben.

Im E-Government-Benchmark wurden die Indikatoren neu entwickelt, die Erhebungsmethodik neu definiert und nach Lebenssituationen ausgewertet. Eine direkte Vergleichbarkeit mit früheren Benchmark-Ergebnissen ist aufgrund der veränderten Methoden und Kriterien nicht gegeben. Im Gesamtergebnis des E-Government-Benchmark 2014 liegt Österreich nach dem völlig neuen Konzept deutlich über dem europäischen Durchschnitt. Bei den Indikatoren "Transparency" und "Key Enablers" konnte sich Österreich jeweils unter den Top-5-Ländern positionieren.

Österreich-Ergebnisse der Indikatoren für alle 7 Lebenssituationen

Österreich-Ergebnisse der Indikatoren für alle 7 Lebenssituationen
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(© Europäische Kommission)

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Auch beim Indikator "User Centricity" platzierte sich Österreich im oberen Drittel. Beim Indikator "Business Mobility" liegen die österreichischen Ergebnisse über dem durchschnittlichen Wert; lediglich beim Indikator "Citizen Mobility" besteht Optimierungsbedarf.

Aufgrund der Ergebnisse wurden die 33 teilnehmenden Staaten (EU28 plus Island, Norwegen, Schweiz, Serbien und Türkei) in fünf Gruppen eingeteilt. Österreich gehört mit Dänemark, Spanien, Litauen, Norwegen und Portugal zur Gruppe jener Länder, die sich durch eine national besonders erfolgreiche Integration der Schlüsseltechnologien und einem hohen Niveau an Benutzerzentrierung auszeichnen. Wobei für grenzüberschreitende Dienste Verbesserungspotential besteht.

Für die österreichische Verwaltung bedeutet dies, den eingeschlagenen Weg der Orientierung an den Bedürfnissen von Nutzergruppen konsequent weiterzuverfolgen. Durch verstärkte Bewusstseinsbildung und ein breiteres, mehrsprachiges Angebot sollen auch die Menschen angesprochen werden, die zwar Interesse am elektronischen Amtsweg haben, diesen allerdings noch herkömmlich vornehmen.

Die dies bezügliche Veröffentlichung finden Sie auf der Webseite der Europäischen Kommission.

Rückfragehinweis:
Christian Rupp
Sprecher der Plattform Digitales Österreich
Bundeskanzleramt
Tel.: +43 1 531 15-202558
E-Mail: christian.rupp@bka.gv.at