Mädchen und Handy-Signatur

Lesen Sie in kurzen Geschichten, wie Clara, 20, Studentin, die Handy-Signatur für sich entdeckt und nutzten lernt.

  1. Wer ist Clara?
  2. Clara lernt als Schülerin die Handy-Signatur kennen
  3. Clara holt sich ihre Lohnsteuer über "FinanzOnline" zurück
  4. Clara beantragt Studienbeihilfe
  5. Clara registriert sich bei einem elektronischen Zustelldienst
  6. Clara beantragt eine Strafregisterbescheinigung
  7. Clara erhält ihre elektronische Strafregisterbescheinigung
  8. Clara bewirbt sich als Ferialpraktikantin
  9. Clara prüft ein signiertes Dokument

Wer ist Clara?

Clara tippt am Smartphone, daneben Laptop.

Clara ist die jüngste der drei Schwestern im Hause Musterfrau. Sie studiert seit 2013 Mathematik und Physik für Lehramt an der Uni Wien und jobbt nebenher als Kellnerin in einem kleinen Pub.

Clara ist ein wenig ungeduldig. Alles muss rasch passieren und schnell zu erledigen sein. Sie möchte sich nicht mit unnötigen Behördenwegen herumschlagen und so viel wie nur irgendwie möglich online abwickeln. Außerdem ist sie sehr neugierig und muss alles, was ihr auch nur irgendwie spannend erscheint, sofort ausprobieren.

So besitzt sie bereits seit 2012 eine Handy-Signatur, die im Rahmen eines Schulprojektes aktiviert wurde. Anfangs wusste Clara noch nicht so recht, was sie damit machen kann, erledigte dann aber die Arbeitnehmerveranlagung für die Jahre, in denen sie Ferialjobs gemacht hat, mit der Handy-Signatur und nutzte sie 2013 auch, um ganz bequem von zu Hause aus ihre Studienbeihilfe zu beantragen. Mittlerweile hat Clara bereits viele Anwendungsfälle kennengelernt und setzt die Handy-Signatur ein, wann immer es möglich ist.

Alle Stories von Clara stehen in Form des Leitfadens "Clara und die Handy-Signatur" zur Nutzung für Workshops in Schulen und Mädchenberatungsstellen zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen zum gemeinsamen Projekt des Bundeskanzleramtes und des Bundesministeriums für Bildung und Frauen "Handy-Signatur für Mädchen und Frauen", entstanden im Rahmen der Efit-21-Initiative sowie die Downloadmöglichkeit des Leitfadens finden Sie auch auf der Projektwebsite "Mädchen und Handy-Signatur" auf edugov.gv.at.

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Clara lernt als Schülerin die Handy-Signatur kennen

Clara in der Schule mit Smartphone und Laptop.

Clara hat 2012 erstmals im Schulunterricht von der "Handy-Signatur", einer Form der "Bürgerkarte" gehört. Der Begriff "Bürgerkarte" steht für ein Konzept, d.h. also nicht nur Chipkarten, wie etwa die E-Card können mit Bürgerkartenfunktion ausgestattet werden, sondern auch andere Medien wie das Mobiltelefon.

Die "Handy-Signatur" (und jede andere Form der "Bürgerkarte") ist

  • die rechtsgültige elektronische Unterschrift im Internet.
  • gesetzlich der eigenhändigen Unterschrift gleichgestellt und
  • gleichzeitig auch ein virtueller Ausweis.

Wie aktivieren?

Im Rahmen eines Schulprojektes wurden an Claras Schule Maßnahmen aus der Initiative edugov.gv.at durchgeführt. Die Voraussetzung für die Aktivierung der Handy-Signatur ist die Vollendung des 14. Lebensjahres. 2012 war Clara bereits 17 Jahre alt. Die Aktivierung hat Clara in ihrem Schulsekretariat vornehmen lassen und mittlerweile hat sie die Handy-Signatur schon häufig gebraucht.

Um zu einer Handy-Signatur zu kommen, gibt es neben der Aktivierung im Schulsekretariat auch weitere Freischaltemöglichkeiten. Diese sind im Internet auf der Website Buergerkarte.at genau beschrieben.

Wo anwenden?

Im Schulprojekt wurden auch die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten der Handy-Signatur besprochen. Im Bereich der elektronischen Verwaltung im "E-Government", können viele Anträge elektronisch gestellt und versendet und die Erledigung (Bescheid, Auszug, Bestätigung, etc.) idealerweise sogar wieder elektronisch an die Empfängerin oder den Empfänger zugestellt und von ihr oder ihm elektronisch abgeholt werden. Dies kann einfach und bequem mit der Handy-Signatur erledigt werden. Auch bei privaten Geschäftsbeziehungen kommt die Handy-Signatur zum Beispiel für die Unterzeichnung von Verträgen oder zum sicheren Login in Kundenportale zum Einsatz.

Informationen zu bereits mehr als 200 möglichen Anwendungen mit Handy-Signatur sind übersichtlich auf der Webseite buergerkarte.at auffindbar.

Infos zur Handy-Signatur

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Clara holt sich ihre Lohnsteuer über "FinanzOnline" zurück

Abbildung aus FinanzOnline

Navigationsmenü aus der Website FinanzOnline

Clara, die seit ihrem 15. Lebensjahr in den Sommerferien regelmäßig arbeiten geht, holt sich mit der Arbeitnehmerveranlagung über "FinanzOnline" einen Gutteil ihrer bezahlten Lohnsteuer wieder retour. Die Durchführung der funktioniert noch rascher, seit Clara die Handy-Signatur dafür nutzt.

Vor allem den Vorteil, nun nicht mehr die Zugangskennungen (Teilnehmer- und Benutzer-Identifikation sowie PIN) aus ihrer Schreibtischlade hervorkramen zu müssen, um in "FinanzOnline" einzusteigen, weiß Clara sehr zu schätzen. Nun kann sie sich ganz einfach mit ihrer Telefonnummer und ihrem bei der Aktivierung gewählten Signaturpasswort in ihr "FinanzOnline"-Konto einloggen.

Infos zu FinanzOnline

 
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Clara beantragt Studienbeihilfe

Clara mit Laptop und Bücher beim Studieren.

Claras älteste Schwester Anna hat 1996 Betriebswirtschaft an der Uni Wien inskribiert. Damals hat sie auch Studienbeihilfe bezogen. Allerdings war die Beantragung zu diesem Zeitpunkt noch ein mühsames Unterfangen. Die Antragstellung mit Handy-Signatur gab es damals noch nicht, denn erst viel später wurde die Handy-Signatur zusätzlich zur E-Card mit Bürgerkartenfunktion eingeführt.

Clara beantragt dagegen 2013 das erste Mal Studienbeihilfe. Sie kann den Antrag auf Gewährung der Studienbeihilfe einfach und rasch damit unterschreiben. Das Verfahren wählt sie über die Lebenslage "Studienbeihilfe" in "HELP.gv.at" aus.

Nach Einstieg mit Handy-Signatur durch Eingabe von Handynummer und Signaturpasswort werden die Daten der Personenbindung – Vorname, Nachname und Geburtsdatum – von Claras Handy-Signatur ausgelesen und die entsprechenden Formularfelder sind praktischerweise schon damit vorbefüllt.

Nachdem Clara alle notwendigen zusätzlichen Angaben gemacht hat, signiert sie diese und sendet das Formular elektronisch an die Stipendienstelle.

Infos zu Universität und Studienbehilfe

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Clara registriert sich bei einem elektronischen Zustelldienst

Clara in Wiese mit Smartphone und Laptop.

Im Rahmen des Schulprojektes zu E-Government und Handy-Signatur hat Clara auch von der elektronischen Zustellung gehört. Damit können sich Bürgerinnen und Bürger den Weg zum Postamt ersparen. Der elektronische Brief kann rund um die Uhr und vor allem von überall elektronisch abgeholt werden.

Die Behörde, die die elektronische Zustellung nutzt, erspart sich Druckkosten, aber auch das hohe Porto, das besonders bei nachweislichen Zustellungen zu Buche schlägt.

Was ist die "nachweisliche Zustellung"?

"Nachweisliche Zustellung" bedeutet, die Behörde erhält einen Nachweis darüber, dass die Empfängerin oder der Empfänger bzw. in bestimmten Fällen auch eine weitere Person, das Zustellstück übernommen hat. Bei der herkömmlichen Zustellung mittels RSa-Brief oder RSb-Brief geschieht dies, indem sich die Empfängerin oder der Empfänger bei dessen Entgegennahme gegenüber dem Zusteller beziehungsweise am Postamt ausweist und den sogenannten Rückschein unterschreibt. Die Empfangsbestätigung (der Rückschein) wird in weiterer Folge an die absendende Stelle rückübermittelt. Im Fall einer elektronischen Zustellung geht ein elektronischer Rückschein an die Behörde, sobald die Empfängerin/der Empfänger die Sendung beim elektronischen Zustelldienst abgeholt hat.

Clara ist neugierig geworden und möchte den elektronischen Zustelldienst auch ausprobieren. Sie registriert sie sich daher bei einem der vier elektronischen Zustelldienste, um Sendungen von Behörden – dabei vor allem RSa- und RSb-Briefe künftig nicht mehr am Postamt holen zu müssen. Die Registrierung führt Clara mit der Handy-Signatur durch.

Infos zur elektronischen Zustellung:

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Clara beantragt eine Strafregisterbescheinigung

Clara braucht für ihren Nebenjob in einem Bekleidungsgeschäft eine Strafregisterbescheinigung, die nicht älter als drei Monate ist. Dafür möchte sie nicht viel Zeit aufwenden. Auf dem Heimweg von der Uni recherchiert sie daher gleich mit ihrem Tablet auf HELP.gv.at und erfährt in der Verfahrensbeschreibung zur Strafregisterbescheinigung, dass sie letztere via Formular "Antrag auf Ausstellung einer Strafregisterbescheinigung" ganz bequem online mit ihrer Handy-Signatur beantragen kann.

Wie sieht der ideale Amtsweg aus?

Die Strafregisterbescheinigung erfüllt alle Anforderungen an einen durchgängigen elektronischen Amtsweg. Von A wie "Antrag" bis Z wie "Zustellung" können alle einzelnen Verfahrensschritte vollelektronisch durchgeführt werden. Auch die Gebühren kann Clara via Online-Banking bezahlen. Da sie auch bei einem der österreichischen Zustelldienste registriert ist, wählt sie die Möglichkeit, sich die Strafregisterbescheinigung in ihr elektronisches Postfach zustellen zu lassen.

Schematischer Prozess Amtswege online

Formularaufruf ausfüllen (XML, HELP.gv.at)
Signatur mit Bürgerkarte (www.buergerkarte.at)
E-Payment (EPS)
interne Bearbeitung (ELAK: www.elak.gv.at)
elektronische Zustellung (www.zustellung.gv.at)

Ausführliche Bildbeschreibung

Infos zur Strafregisterbescheinigung

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Clara erhält ihre elektronische Strafregisterbescheinigung

Clara hat sich bei einem der elektronischen Zustelldienste registriert. So erhält sie manche Erledigungen – wie z.B. ihre Strafregisterbescheinigung, die sie für ihren Nebenjob benötigt – direkt in ihr elektronisches Postfach beim Zustelldienst. Das ist sehr praktisch, denn somit entfällt für Clara auch der lästige Weg zur Post, wenn sie die Strafregisterbescheinigung oder andere Sendungen als nachweisliche Zustellung von der Behörde erhält. Damit sie aber nicht täglich nachsehen muss, ob elektronische Sendungen in ihrem Postfach eingegangen sind, erhält sie eine Verständigungs-E-Mail, wenn ein Zustellstück in ihrem Postfach bereit liegt. Und die erst am Vortag beantragte Strafregisterbescheinigung ist bereits da. Clara loggt sich daher mit Handy-Signatur beim Zustelldienst ein und lädt sich ihre Strafregisterbescheinigung auf ihre Festplatte herunter.

Wozu dient der elektronische Rückschein?

Durch das Login mit Handy-Signatur unterschreibt Clara den elektronischen "Rückschein", der wiederum der Behörde rückübermittelt wird. Diese verlässliche Nachweisbarkeit unterscheidet die elektronische Zustellung von einer konventionellen E-Mail, bei welcher der Empfang einer Nachricht nur schwer nachweisbar ist.

Der elektronische Rückschein wird immer dann an die Behörde versendet, wenn diese ein Schriftstück – wie beispielsweise einen Bescheid – nachweislich versendet. Auch in der Papierwelt würde die Strafregisterbescheinigung nachweislich direkt an Clara zugestellt werden und Clara müsste sie in der Regel eigenhändig entgegennehmen (RSa-Brief bzw. "blauer Brief"). Wenn Clara zum Zeitpunkt der Zustellung nicht zu Hause wäre, würde sie einen gelben Zettel im Postkasten vorfinden, mit dem sie ihre Strafregisterbescheinigung erst noch am Postamt abholen müsste.

Bequeme und kostensparende Lösung

Die elektronische Zustellung ist also eine sehr bequeme Lösung für die Empfängerinnen und Empfänger als auch für die Behörden. Während Clara sich den Weg zum Postamt spart, kann die zustellende Behörde – im konkreten Fall die Landespolizeidirektion Wien – hohe Druck- und Portokosten sparen.

Die elektronische Zustellung ist jedoch abhängig davon, ob die betreffende Behörde selbst diese schon nutzt. Es gibt keine Verpflichtung dazu. Immer mehr Behörden gehen jedoch dazu über ihre Schreiben elektronisch zuzustellen.

Infos zur elektronischen Zustellung:

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Clara bewirbt sich als Ferialpraktikantin

Seit Clara die Handy-Signatur hat, nutzt Sie bereits die Möglichkeit, PDFs mit dem Handy zu signieren. Anfangs hatte Clara noch keine Ahnung, in welchen Situationen sie ein PDF-Dokumente unterschreiben müsste. Dann hat Clara aber überlegt, ihre Bewerbungen für Sommerjobs, die sie ohnehin elektronisch versendet, auch gleich elektronisch zu unterschreiben und dafür die Handy-Signatur einzusetzen. Dazu hat Clara sich das entsprechende Tool "PDF-Over" von Bürgerkarte.at auf ihr Notebook geladen. Sie hätte dazu auch einen Onlinedienst zum Signieren nutzen können, wollte aber im "Signaturblock" (siehe nachstehend) ein Foto von sich einbringen und hat daher die Anwendung "PDF-Over" gewählt, mit welcher lokal signiert werden kann. Damit kann Clara nun ihre elektronische Unterschrift noch persönlicher gestalten. Wie das aussieht, wenn Clara signiert, zeigt der nachstehende Signaturblock aus Claras Bewerbung, die sie an Firma XY gesendet hat.

Muster der elektronischen Signatur mit Bild und Namen der Unterzeichnerin Clara Musterfrau sowie Datum und Zeit der Ausstellung.

Infos zu Ferialpraxis und PDF-Signatur

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Clara prüft ein signiertes Dokument

Clara hat von ihrem Studienkollegen Bernd ein signiertes Dokument bekommen. Im Signaturblock steht im Feld "Prüfinformation": "Signaturprüfung unter www.signaturpruefung.gv.at". Clara will daher Bernds Signatur auf dem Dokument online prüfen. Sie lädt dieses beim genannten Prüfdienst hoch. Dabei werden zwei Bereiche geprüft:

  • Das Zertifikat:
    • War das Zertifikat von Bernd gültig, als er unterschrieben hat, oder vielleicht schon widerrufen oder abgelaufen?
  • Die Signatur:
    • Stimmt der signierte Hashwert (Zahl, die aus dem gesamten Text errechnet wird) mit dem Hashwert des Dokuments überein?

Clara kann auch noch einen Bericht zur Signaturprüfung herunterladen, wenn Sie den Link zum "Prüfbericht" aufruft. Auch dieser Prüfbericht ist signiert – und zwar von der RTR GmbH, der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH, die den Prüfdienst betreibt.

Nach Prüfung der Signatur kann Clara nun auf Nummer sicher gehen, dass Bernds Unterschrift gültig und das Dokument am Übertragungsweg nicht verändert wurde.

Infos zur Signaturprüfung