Elektronischer Dienstleister (EDI)

Phase 1

Screenshot: Elektronischer Dienstleister

Österreichs Bundesverwaltung ist eine der modernsten und IT-affinsten in Europa. Das Arbeiten mit modernen Technologien, die Unterstützung durch ein leistungsfähiges Back-Office-System und die Beherrschung der Instrumente der virtuellen Welt sind aus unserer Verwaltung nicht mehr wegzudenken. Dies gilt im Übrigen nicht erst seit der Einführung des ELAK vor etwa einem Jahrzehnt, sondern weit darüber hinaus, ist doch Österreich ein international beachteter Pionier in allen Dimensionen des E-Governments.

So lag es nahe, frühzeitig zu erkennen, dass die rasante Entwicklung im IKT-Bereich auch im elektronischen Aktenwesen und in der internen wie externen Kommunikation Änderungen erfordern wird und es hier nicht nur keinen Stillstand, sondern auch keine intrasystematische Fortentwicklung geben kann. Wir haben uns daher – rechtzeitig vor dem technischen und vertraglichen Auslaufen des ELAK im Bund – dazu entschlossen, die Vorbereitung der nächsten Entwicklungsstufe in Angriff zu nehmen. Dabei haben wir aus der Vergangenheit gelernt und von Anfang an den Weg eingeschlagen, uns zunächst mit den grundsätzlichen Fragen zu befassen, in großen Bildern zu denken und die breitestmögliche Mitwirkung aller Beteiligten sicherzustellen.

Das Ergebnis dieser ersten Phase der Vorbereitung liegt nun vor und sie brachte wohl einige wesentliche Erkenntnisse: Man kann sich bei diesem Projekt nicht mehr auf einen "ELAK" beschränken, sondern muss alles Arbeiten in der Verwaltung als Einheit sehen und die Technologie danach ausrichten; man kann in Sparzeiten nicht jeden Detailwunsch erfüllen, auch wenn er für einen Bereich sinnvoll erscheinen mag, sondern muss Komplexität dort reduzieren, wo dies deutlich kostendämpfend ist; man muss von Anfang an sicherstellen, dass sich die Verwaltungsrealität nicht in parallele digitale Systeme hineinentwickelt, die dann miteinander nicht umgehen können; man muss den Arbeitsstilen der Digital Natives der Zukunft entsprechen.

Resultat dieser Erkenntnisse ist ein umfassendes Konzept eines "Elektronischen Dienstleisters", wie im Folgenden beschrieben. Allen daran Beteiligten gilt besonderer Dank für diesen "großen Wurf", der nicht nur zukunftsweisend, sondern auch so konkret ist, dass wir daraus in der Phase 2 eine Ausschreibungsgrundlage machen können.

Phase 2

Das EDI-Lastenheft fasst die funktionalen Anforderungen an den "Elektronischen Dienstleister (EDI)" sowie die erarbeiteten organisatorischen Empfehlungen zusammen, welche bei einer späteren Umsetzung des EDI bearbeitet werden müssen. Es ist das Arbeitsergebnis der Phase 2 des Projektes "Elektronischer Dienstleister (EDI)", das im Juni durch die Projektauftraggeber abgenommen und im September dem Projekt-Lenkungsausschuss (Präsidialvorstände der Ressorts) vorgelegt wird.

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